NBA Tipps

NBA Saisonvorschau 2019/2020: Eastern Conference

Fünf echte Kandidaten für die Conference Finals im Osten

Der Sommer 2019 in der NBA National Basketball Association hatte wieder einiges an Spektakel zu bieten. Draft, Free Agency, spektakuläre Trades und Signings – die Liga wurde durcheinandergewirbelt wie selten zuvor. Kräfteverhältnisse haben sich deutlich verschoben. Wettfieber.de analysiert den aktuellen Stand aller 30 Teams kurz vor Saisonstart. Den Auftakt machen wir mit der Eastern Conference.

Die aktuell mit Abstand stärkste Division der Eastern Conference ist die Atlantic Division. Gleich vier potentielle Finals-Kandidaten – und – genau, die Knicks. Die müssen es mit dem amtierenden Champion aus Toronto, den 76ers, mit einer der besten Startformationen der NBA, den neu formierten und ambitionierten Boston Celtics, sowie dem runderneuerten Stadtrivalen aus Brooklyn aufnehmen. Topfavorit Milwaukee Bucks spielt in der Central Division und peilt den großen Wurf an – die NBA Meisterschaft. Teams wie die Orlando Magic, die Indiana Pacers, die Miami Heat und die Detroit Pistons spielen um die Playoffplätze. Junge, talentierte Teams wie die Atlanta Hawks, die Chicago Bulls oder auch die New York Knicks sitzen den genannten Teams aber bereits im Nacken. Für sie wäre eine Playoff-Teilnahme in dieser Saison ein echter Erfolg und als Ergebnis ihrer Entwicklung zu sehen.  Andere Teams im Osten befinden sich hingegen eher im Umbruch und bauen Stück für Stück wieder eine schlagkräftige Franchise auf. Bei einigen – wie etwa den Charlotte Hornets oder den Cleveland Cavaliers – wird dieser Prozess noch mehrere Jahre dauern. Am 22. Oktober startet die NBA in ihre 74. Saison. Wir haben die einzelnen Teams für euch mal unter die Lupe genommen. Hier findet ihr vorab unser Power-Ranking für die Eastern Conference:

NBA Atlantic Division

Boston Celtics, Brooklyn Nets, New York Knicks, Philadelphia 76ers, Toronto Raptors

NBA Central Division

Chicago Bulls, Cleveland Cavaliers, Detroit Pistons, Indiana Pacers, Milwaukee Bucks

NBA Southeast Division

Atlanta Hawks, Charlotte Hornets, Miami Heat, Orlando Magic, Washington Wizards

 

Das Wettfieber.de NBA Power Ranking

Eastern Conference

 

Sorry, no Playoffs

Charlotte Hornets (15)

Schwere Zeiten für „His Airness“

Potenzielle Starting 5: C Cody Zeller, PF Michael Kidd-Gilchrist , SF Miles Bridges, SG Nicolas Batum, PG Terry Rozier, Player to watch: Guillermo Hernangomez

Aktuell stellen die Hornets sicherlich eines der schwächsten – wenn nicht gar DAS schwächste Teams in der NBA. Und wirklich viel Potenzial, dass sich diese Situation zeitnah ändert, ist derzeit nicht vorhanden. Da hilft auch ein Besitzer Michael Jordan nicht. MJ hat beim Personal-Roulete ein paar wichtige Moves versäumt. Den Moment, Kemba Walker für einen hohen Gegenwert im Tausch für Talente und Draft-Picks zu tauschen, hat er völlig verpasst. Es bleibt langfristig nur der mühsame Weg über Draft-Picks Jahr für Jahr den Kader mit größerem Talent zu versehen. So gut Michael Jordan als Spieler auf dem Parkett auch gewesen sein mag, seine Bilanz als erster Ex-Spieler NBA-Klubbesitzer zu sein, sieht eher miserabel aus. In den vergangenen fünf Jahren, schafften es die Hornets nur einmal in die Playoffs. Nur einmal schafften sie insgesamt mindestens 40 Saisonsiege. Man hat einfach viel zu lange gewartet, sich für Kemba Walker einen entsprechenden Gegenwert zu sichern, der auf die Zukunft der Franchise einzahlt. Nun ist der treue Kemba weg. Er hat es wirklich versucht in Charlotte – ganze acht Jahre lang. Seine letztjährige All-NBA Nominierung (er war einer von nur elf Spielern in der NBA, mit 25 Punkten pro Spiel im Schnitt) machte ihn zu einem Max-Deal-Vertrag Kandidaten. Die Hornets boten ihm aber nichts dergleichen an – das hatte sich Walker eher anders vorgestellt und unterschrieb bei den Boston Celtics. Irgendwie freut man sich ja für Kemba Walker – dass ein Mann seiner Klasse, nun auch mal auf der ganz großen NBA-Bühne zeigen kann, was er drauf hat. Die Hornets haben es einfach – fast schon im Stile der New York Knicks – vermasselt. Nun stehen Michael Jordan und die Franchise eher vor einem hausgemachten Scherbenhaufen, als mit einem ordentlichen Team in die Saison zu starten. Unser Tipp: Die Hornets werden nicht nur nicht die Playoffs erreichen (1.05 bei betsafe), sondern die Saison auch als schlechtestes Team im Osten und schwächstes der gesamten NBA beenden.

Cleveland Cavaliers (14)

Kevin Love als einzige Rettung

Potenzielle Starting 5: C Tristan Thompson, PF Kevin Love , SF Cedi Osman, SG Jordan Clarkson, PG Colin Sexton, Player to watch: Darius Garland

Die guten Zeiten haben die Cavs derzeit eher hinter sich. Playoffs in weiter Ferne, nur wenig Starpotenzial und doch gibt es Hoffnung. Colin Sexton ist das derzeit vielversprechendste Talent in Cleveland. Bis man ihm jedoch bessere Mitspieler zur Seite stellen kann, wird noch einiges an Zeit vergehen. Mit etwas Glück vielleicht auch schon früher –  ein potenzieller Tradekandidat der Cavs wäre Power Forward Kevin Love. Wenn man noch irgendeinen sinnvollen Gegenwert für ihn erhalten möchte, wird man ihn bis zur Trade-Deadline gegen das beste Angebot eintauschen müssen. Für einen Spieler seines Kalibers gibt es sicher genug Interessenten. Die Frage ist halt, ob das, was für Love angeboten wird, den Cavs auch entsprechend weiterhelfen kann. Potentielle Draft-Picks oder entwicklungsfähige Talente sollten es da schon sein. Die Saison 2019/2020 wird eher eine zum Vergessen in Ohio. Mit ein wenig Glück könnte sich Rookie Darius Garland gut entwickeln und neben Sexton ein weiteres Talent für die Zukunft darstellen. Doch darauf bauen sollte man bei einem Rookie eher nicht. Unser Tipp: Die Cavs werden bei entsprechendem Saisonverlauf eher auf eine schlechte Saisonbilanz zielen, um am Ende gute Aussichten auf einen hohen Pick in der Draft-Lottery zu haben.

Washington Wizards (13)

Der einsame Bradley Beal

Potenzielle Starting 5: C Thomas Bryant, PF Rui Hachimura, SF C.J.Miles, SG Bradley Beal, PG Ish Smith, Player to watch:  Troy Brown

Bleibt er – oder bleibt er nicht? Star-Guard Bradley Beal muss die Wizards schon persönlich sehr mögen, um auch im Dezember noch das Trikot der Franchise zu tragen. Durch den langfrsitigen Ausfall von John Wall, gibt es kaum Aussicht auf die Playoffs. Und der Rest des Teams ist derzeit einfach nicht gut genug. Egal wie sehr sich Beal anstrengen mag – nach 82 Spielen wäre die Saison für ihn beendet, falls er denn bei den Wizards bleibt. Seine Bilanz von 25,6 Punkten im Schnitt aus der vergangenen Saison, rufen dabei zahlreiche Interessenten auf den Plan. Washington würde im Gegenzug einiges an Assets für den All-Star erhalten. Von sich aus werden sie ihn nicht traden, aber wenn Beal erste Anzeichen äußert, dass er sich das vorstellen könnte, wird Washington handeln. Die Saison 2019-2020 selbst, wird sportlich nicht viel bieten in der Hauptstadt. Rund um Beal agieren eher nur durchschnittliche Spieler. Thomas Bryant als Starting Center, Point Guard Ish Smith als John Wall-Ersatz und Rookie Power Forward Rui Hachimura – das ist eher dünn. Die Wizards werden sich gemeinsam mit den Cleveland Cavaliers und den Charlotte Hornets um die schlechteste Saisonbilanz in der Liga streiten. Immerhin: am Ende winken einem dieser drei Teams die besten Chancen auf den Top-Draftpick. Zuletzt galten die Miami Heat, die Boston Celtics und die Denver Nuggets als potenzielle Interessenten für Beal, die auch entsprechenden Gegenwert in Form von Spielern, Draft-Picks und Gehalt anbieten könnten. Unser Tipp: im Dezember weiß man dann, wie sehr Bradley Beal die Washington Wizards mag. Da die Wizards nicht um die Playoffs spielen, würden wir uns nicht wundern, wenn Beal die Hauptstadt verlässt und sich einem der drei genannten Interessenten anschließt.

New York Knicks (12)

So schlecht nun auch wieder nicht

Potenzielle Starting 5: C Mitchell Robinson, PF Julius Randle, SF Kevin Knox, SG R.J. Barrett, PG Dennis Smith Jr., Player to watch:  Allonzo Trier

Die seit Jahren eher vor sich hin dümpelnde Franchise in der Mega-City New York, hätte sicherlich das Potenzial, die Eastern Conference nach Belieben zu beherrschen. Miserables Management, Fehlentscheidungen und stümperhafte Planung, haben eine der potenziell größten NBA-Franchises jedoch an den Rand der totalen Bedeutungslosigkeit getrieben. Mehr als deutlich wurde dies einmal mehr in diesem Sommer. Holen wollte man sie, die Superstars, nach New York – doch im Realitäts-Check hat das Knicks-Management wie üblich, mal wieder versagt. Am Ende der Free-Agent Periode kam nicht ein Superstar vom Kaliber eines Kyrie Irving, Kevin Durant oder Kawhi Leonard. Von Julius Randle vielleicht mal abgesehen. Der ist noch jung, hat zumindest Star-Potenzial, liefert solide Stats und kann somit auch als Königstransfer der Knicks bezeichnet werden. R.J. Barrett im Draft an Position drei zu ziehen, war zumindest eine gute Maßnahme der Knicks. Der in New York geborene Shooting Guard bringt jede Menge Talent mit und kann bei entsprechend guter Entwicklung, vielleicht schon zeitnah das Gesicht der Knicks-Franchise werden. Mit Dennis Smith Jr. verfügt man zwar über Talent auf der Point Guard Position, jedoch ist dieser noch kein echter „Floor General“. Derzeit braucht es aber genau eher diese ordnende Hand im Spielaufbau der Knicks. Mit Elfrid Payton und Frank Ntilikina stehen zwei brauchbare Backups zur Verfügung. Center Mitchell Robinson soll an seine guten Rookie-Momente in der vergangenen Saison anknüpfen. Er wirkt wie ein potenzieller Star im Aufbau. Immerhin – aktuell ist zumindest in der Starting Lineup Talent ohne Frage vorhanden im Big Apple – dennoch werden sie kaum eines der Topteams angreifen können. Noch nicht. Aber die Knicks sind nah dran. Unser Tipp: die Knicks verpassen knapp die Playoffs (1.04 bei betsafe) – landen aber nicht ganz im Tabellenkeller der Eastern Conference.

 

Die NBA bei betsafe

Potenzielle Playoff-Teilnehmer

Detroit Pistons (11)

Eher geht so

Potenzielle Starting 5: C Andre Drummond, PF Blake Griffin , SF Tony Snell, SG Luke Kennard, PG Reggie Jackson, Player to watch: Derrick Rose

Zwar haben die Pistons in der vergangenen Spielzeit die Playoffs erreicht und eigentlich kaum nennenswerte Spieler abgegeben, doch die Entwicklung der anderen Teams im Osten, geht mit vollem Tempo voran. Ob die Verpflichtung von Derrick Rose die Pistons hier besser macht, als die Gesamtentwicklung der Atlanta Hawks oder der Chicago Bulls, muss man abwarten. Blake Griffin wird nicht jünger, Andre Drummond wird sein Phlegma, bei allem Talent, eher nicht mehr ablegen. In Kombination bilden die beiden zwar einen formidablen Frontcourt, doch dem Team fehlt es insgesamt an Durchschlagskraft. Reggie Jackson als Floor General, spielt auch nicht gerade in der ersten Liga in Sachen Spielaufbau. Es wird schwer für Detroit in dieser Saison die Playoffs zu erreichen. Selbst im letzten Jahr gelang ihnen dies nur denkbar knapp, auf den letzten Drücker. Wir denken nicht, dass Detroit in dieser Spielzeit wesentlich besser geworden ist und im Gegenzug andere Teams eher aufgeholt haben. Sei es durch neue Rookies oder einfach durch eine gute Entwicklung des aktuellen Kaders. Unser Tipp: die Pistons bleiben zwar längere Zeit im Rennen um einen Playoffplatz, werden am Ende aber von Chicago oder Atlanta überholt.

Miami Heat (10)

Next Level mit Jimmy Butler?

Potenzielle Starting 5: C Bam Adebayo, PF Kelly Olynyk , SF Jimmy Butler, SG Dion Waiters, PG Goran Dragic, Player to watch: Tyler Herro

Sie haben eine besondere Philosophie in Miami. Hart arbeiten, aggressiv sein, möglichst unangenehm für jeden Gegner zu spielen – und jetzt haben sie auch Jimmy Butler. Von der Mentalität her passt Butler perfekt zu Miami. Wenn es eng zugeht auf dem Spielfeld, wichtige Würfe genommen werden müssen, eine Führung mit aggressiver Defense verteidigt werden muss – dann ist Jimmy Butler genau der richtige Spieler. Er wollte einen Neustart und den bekommt er nun in Miami. Schade nur, dass um ihn herum eigentlich kaum nennenswerte Mitspieler agieren. Einzig Center-Talent Bam Adebayo gab mit seinen Leistungen in der vergangenen Saison Anlass zur Hoffnung, dass er sich zu einem erstklassigen Rim-Defender und Rebounder entwickeln wird. Ein weiterer Hoffnungsträger ist Rookie Tyler Herro. Der Guard wird von vielen Experten als bester Schütze des diesjährigen Drafts gesehen. Wenn Herro seinen Wurf findet, wird er ausreichend Spielzeit als Dion Waiters-Backup bekommen. Justise Winslow gilt als solider und flexibler Backup und könnte sowohl Point Guard Goran Dragic, wie auch Jimmy Butler Verschnaufpausen verschaffen. Dragic muss in der kommenden Saison wieder zu alter Stärke finden und als Floor General die Geschicke des Teams lenken. Gelingt ihm das nicht, werden die Heat zwar zur totalen Jimmy Butler Show – nur erfolgreich sein werden sie eher nicht. Power Forward Kelly Olynyk spielt solide für seine Verhältnisse, ist in der Lage, das Spiel der Heat in die Breite zu ziehen, kann am Ende jedoch nicht mit den talentierten Kandidaten auf der Position in der Eastern Conference mithalten. Da haben die Heat ein ähnliches Problem wie die Brooklyn Nets, die das jedoch besser kompensieren können. Unser Tipp: zuviel hängt von den richtigen Entwicklungen ab, die manche Spieler der Heat nehmen. Ohne Dragic in Allstar-Form, Adebayo mit Leistungsexplosion und Rookie Herro als Gefahr von außen, wird Jimmy Butler die Heat nicht in die Playoffs führen (2.50 bei betsafe).

Chicago Bulls (9)

Playoffs noch zu früh?

Potenzielle Starting 5: C Wendell Carter Jr., PF Lauri Markkanen , SF Otto Porter, SG Zach LaVine, PG Tomas Satoransky, Player to watch: Coby White

Es benötigt einfach Zeit, bis sich junge Spieler an die NBA gewöhnt haben und ihr Potenzial abrufen können. Das gilt auch für die talentierten Chicago Bulls. Es muss alles passen damit sich die Bulls schon in diesem Jahr für die Playoffs qualifizieren. Doch die aktuelle Entwicklung stimmt absolut. Center Wendell Carter Jr gehört zu den talentiertesten jungen Big Men in der Liga. Guter Touch von außen, defensivstärke, Schnelligkeit, Dynamik und ein hoher Basketball-IQ, machen ihn zu einer Universalwaffe auf seiner Position. Nach nur 44 Spielen war seine Rookie-Saison aufgrund einer Verletzung allerdings schon beendet – doch nun ist er wieder da und bereit. Für die Entwicklung des jungen Bulls-Teams ist er unersetzlich. Gemeinsam mit Scoring-Maschine  Zach LaVine und den Forwards Lauri Markkanen und Otto Porter, haben die Bulls ein junges, talentiertes Quartett beisammen. Das hat Potenzial. Sollte Rookie Point Guard Coby White die ersten guten Eindrücke bestätigen können, wäre das bereits eine formidable Starting-5 mit Playoff-Potenzial. Doch das Bulls-Management will bewußt keinerlei Druck auf die jungen Bullen ausüben und hohe Ziele formulieren. Viel wichtiger ist die Entwicklung dieses Mannschaftskerns. Damit kann man in abshebarer Zukunft sogar ernsthaft im Osten angreifen. Doch das benötigt noch etwas Zeit. Falls alles optimal läuft, gilt in Chicago die Vorgabe, dass man die Playoffteilnahme natürlich nicht verhindern will, sich aber auch niemand ernsthaft aufregt, falls dies nicht gelingt. Nichts muss – alles kann. Jedenfalls sind die Bulls auf gutem Weg, sich zu einem echten Playoffaspiranten im Osten zu entwickeln. Chicago ist dabei nicht weniger talentiert, als etwa die Atlanta Hawks. Da könnten zwei künftige Rivalen um regelmäßige Playoffteilnahmen heranwachsen. Beide haben davon in den vergangenen Jahren nicht allzuviel gesehen. Die Bulls haben in drei der letzten vier Spielzeiten keine Playoffs gespielt. Es wird Zeit. Unser Tipp: die Bulls werden länger im Rennen um die Playoffplätze bleiben. Ob sie sich letztlich gegen Detroit, Miami und vor allem gegen Atlanta durchsetzen können, bleibt abzuwarten. Wir denken, dass Chicago die Playoffs knapp verpasst (1.22 bei betsafe).

 

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Atlanta Hawks (8)

Mit Highspeed in die Playoffs?

Potenzielle Starting 5: C Alex Len, PF John Collins , SF Jabari Parker, SG Allen Crabbe, PG Trae Young, Player to watch: Cam Reddish

Ähnlich wie bei den Chicago Bulls gilt: da wächst wieder etwas heran in Atlanta. Das Potenzial bei den Hawks ist fraglos vorhanden. Jung, schnell – aber auch noch wild und defensiv eher schwach. Da können kleinste Schwankungen im Spielsystem schon spielentscheidend sein. Die beiden letzten Spielzeiten blieben die Falken jeweils unter der Marke von 30 Siegen. Point Guard Trae Young ist fraglos ein hochtalentierter Spieler, allerdings mit defensiven Schwächen. Mit ihm steht und fällt das Hawks-System. John Collins ist ein erstklassiger junger Post-Spieler, auf dem Weg, eine echte Größe auf Power Forward in der NBA zu werden. Wichtig für die Hawks wird die Leistung von Jabari Parker sein. Hochtalentiert zwar – aber durch Verletzungen zuletzt etwas abgetaucht. Der Pick Nummer zwei von 2016 ist wieder da – und sollte er nur ansatzweise an seine alte Form anknüpfen können, kann er das Team in die Playoffs bringen. Interessant wird zu sehen sein, wie sich Rookie Cam Reddish präsentiert. Von vielen Experten als einer der talentiertesten Spieler im diesjährigen Draft bezeichnet, erhoffen sich die Hawks von ihm potenziell sogar eine Option für die Starting-5. Die sähe dann zwar eher kleiner aus – mit John Collins als Center, während Parker auf Power Forward und eben Cam Reddish auf Small Forward vorgesehen wäre – würde dafür aber jede Menge Geschwindigkeit aufs Parkett bringen. Das klingt nach Highspeed-Basketball und Offensiv-Spektakel. Diese Variante werden die Hawks in einigen Spielen sicherlich ausprobieren, um den Jungs ausreichend Spielzeit zu verschaffen. Diese Aufstellungs-Lösung würde auch erhöhte Einsatzzeiten – falls sich beide entsprechend entwickeln – für 6´7-Guard und Scharfschütze Kevin Hürter sowie Small Forward De´Andre Hunter vorsehen. Talent ist vorhanden und wenn es den Hawks gelingt, in absehbarer Zukunft daraus eine Art eigene Spielphilosophie mit einem klaren System zu entwickeln, können die Fans in dieser Saison einem Team bei der Entwicklung zu einem potenziellen Spitzenteam zusehen. Unser Tipp: Die Hawks sind im Rennen um einen Playoffplatz – ob sie sich am Ende aber mit den Detroit Pistons oder den Miami Heat messen können, bleibt erstmal offen. Die Chancen stehen allerdings gut für die Hawks. Wir tippen darauf dass sie es in die Playoffs schaffen (3.10 bei betsafe)

 

Playoff Kandidaten

Orlando Magic (7)

Die Mischung macht´s

Potenzielle Starting 5: C Nikola Vucevic, PF Aaron Gordon , SF Jonathan Isaac, SG Evan Fournier, PG DJ Augustin, Player to watch: Mo Bamba

Die Playoff-Teilnahme in der vergangenen Saison kam beinahe schon etwas überraschend für die Magic. Nicht, dasss man nicht darauf hin gearbeitet hätte, aber dass es am Ende tatsächlich für eine Teilnahme reicht, hatten die Verantwortlichen in Florida eigentlich in der Form selbst eher nicht erwartet. Großen Anteil am Erfolg hatte sicherlich Center Nikola Vucevic mit einer Breakout-Saison. 20,8 Punkte und 12 Rebounds pro Spiel von dem Mann aus Montenegro – das kann sich sehen lassen. Gemeinsam mit Power Forward Aaron Gordon bildet Vucevic einen repsektablen Frontcourt. Dieser wird von zahlreichen anderen talentierten Spielern im Kader unterstützt. Scharfschütze Evan Fournier, Superathlet Terrence Ross, Forward Jonathan Isaac, Point Guard Markelle Fultz, Center-Backup Mo Bamba, Vetran D.J. Augustin oder Defensivkünstler Al-Farouq Aminu machen aus den Magic eine interessante Mischung und ein interessantes Basketball-Team. Den Erfolg aus dem letzten Jahr zu wiederholen, wird nicht leicht. Die Konkurrenz um die Playoffplätze sieben und acht ist groß. Kleinere Schwächephasen nutzt die Konkurrenz gnadenlos aus. Unser Tipp: sollte Orlando Konstanz in sein Spiel bekommen, werden sie erneut die Playoffs erreichen (1.48 bei betsafe).

Indiana Pacers (6)

Warten auf Victor Oladipo

Potenzielle Starting 5: C Myles Turner, PF Damantas Sabonis , SF T.J. Warren, SG Jeremy Lamb, PG Malcolm Brogdon, Player to watch: Justin Holiday

Mit Damantis Sabonis (PF) und Myles Turner (C) stellen die Pacers einen ernstzunehmenden Frontcourt. Dazu gesellen sich dann noch T.J. Warren und Scharfschütze Malcolm Brogdon, Neuzugang von den Milwaukee Bucks – das kann sich bereits sehen lassen. Mit der Rückkehr von Allstar-Guard Victor Oladipo (geschätzt Mitte der Saison) jedoch, stellt Indiana dann ein völlig anderes Kaliber dar. Man muss abwarten, wie schnell Oladipo nach seiner schweren Verletzung wieder annähernd zu alter Form findet. Mit dieser Lineup wären die Pacers dann jedenfalls ein absolut ernstzunehmender Playoff-Kandidat. Das Team kann an guten Tagen jedes NBA-Team schlagen, da sie sehr ausgewogen agieren. Frontcourt, Defense, Distanzschützen, Athletik, Größe – da bringen die Pacers dann eine ganz besondere Mischung aufs Parkett. Unangenehm zu spielen, mit viel Einsatz und Leidenschaft – plus der talentierten Lineup. 48 Saisonsiege holten die Pacers in der vergangenen Spielzeit – Rang 5 in der Conference – und das ab Januar ohne Oladipo. Die Bilanz wäre noch besser ausgefallen, hätte man im März nicht diesen Seuchenmonat mit acht Auswärts-Niederlagen in Folge gespielt. Es ist also einiges möglich in Indiana – ohne – aber vor allem mit Victor Oladipo in der Startaufstellung. Bei einem Lauf, können die Pacers in den Playoffs sogar einem Team wie den Philadelphia 76ers gefährlich werden. Unser Tipp: die Pacers erreichen sicher die Playoffs und können dort mit einem Oladipo in Normalform weit kommen. Das Conference Semifinale ist möglich.

Toronto Raptors (5)

Titelverteidiger ohne Superstar

Potenzielle Starting 5: C Marc Gasol, PF Serge Ibaka, SF Pascal Siakam, SG Norman Powell, PG Kyle Lowry, Player to watch: Fred VanVleet

Obwohl die Toronto Raptors amtierender NBA-Champion sind, spricht derzeit kaum jemand über sie. Kawhi Leonard ist weg – doch der Großteil des Teams noch am Start. Leonards Anteil am Titel der Raptors war zwar enorm, doch darf man nicht vergessen, dass Toronto die meiste Zeit mit einer Starting FIVE gespielt hat. Kawhi Leonard alleine kann kein einziges Basketballspiel gewinnen. Dass man einen der besten Fowards aller Zeiten natürlich nicht mal eben so adäquat ersetzen kann, ist jedem Fan in Toronto völlig klar. Das Team ist erfahren, wird in die Playoffs einziehen und dann die Bonuskarte „amtierender Champion“ ausspielen. Entscheidend für den Erfolg der Raptors wird die weitere Entwicklung von Forward Pascal Siakam. Der Most Improved Player der vergangenen Saison muss seine Leistungen konstant liefern – das gibt den Raptors Stabilität. Neben dem Abgang von Kawhi Leonard schmerzt auch der Verlust von Guard Danny Green. In den Finals war er eine Bank, spielte solide und stets bereit, Dreier abzufeuern. Gute Außenschützen sind derzeit rar gesät bei den Raptors. Wenn sich dies als Manko im Saisonverlauf herausstellt, werden die Raptors hier bis zur Trade-Deadline nochmal aktiv. Wie weit sie das am Ende führt muss man abwarten. Unser Tipp: je nachdem auf wen Toronto trifft, kann das Team sowohl früh ausscheiden, aber dem einen oder anderen Favoriten in der Eastern Conference das Leben schwer machen.

 

Die Herausforderer

Brooklyn Nets (4)

Kyrie Irving und die Wundertüte

Potenzielle Starting 5: C DeAndre Jordan, PF Taurean Prince, SF Caris LaVert, SG Joe Harris , PG Kyrie Irving, Player to watch: C Jarrett Allen

Die Brooklyn Nets haben mal kurz durchgewischt, die Schatulle aufgemacht und zwei zukünftige Hall of Famer nach Brooklyn geholt. Selbst wenn die Nets von einem der beiden – Kevin Durant – in der kommenden Saison eher nichts bekommen, da er – Stand jetzt – die komplette Saison nach seinem Achillessehenenriss aussetzt, ist Durant die Zukunft der Franchise. Denn dann bildet er gemeinsam mit dem anderen künftige Hall of Famer – Kyrie Irving – einen formidablen Double-Punch. Irving wird von Saisonbeginn an, die Geschicke der Nets in der Offensive lenken und darauf hoffen, dass es auch ohne Durant halbwegs gut läuft. Bereits in der letzten Saison erreichte das Team die Playoffs. Der Abgang von D´Angelo Russell ist mit Irving mehr als adäquat kompensiert. Irving ist fraglos einer der gefährlichsten Guards in der Liga überhaupt, kann Spiele im Alleingang entscheiden und die Spielweise einer Franchise prägen. Allerdings braucht es – wie man in Cleveland und Boston sehen konnte – einen zweiten Top-Mann neben ihm. Irving will nach dem Missverständnis Boston nun beweisen, dass er als Franchise-Player taugt. Zumindest so lange, bis Kevin Durant wieder spielen kann. Ein weiterer Neuzugang ist Center DeAndre Jordan. Der Defensiv-Experte war in den letzten beiden Spielzeiten nicht mehr der Spieler, der er zu besten Zeiten bei den L.A. Clippers war. Verletzungen und die Wechsel nach Dallas und New York haben ihm etwas Sicherheit genommen. Sollte es ihm gelingen, in Brooklyn wieder annähernd seine alte Klasse zu erreichen, wäre er ein echter Faktor. Jordan lieferte zu besten Zeiten 70% Trefferquote aus dem Feld, 15 Rebounds, 12 Punkte und 2,5 Blocks pro Spiel. Jordan war 2017 All-Star und wurde zweimal in All-Defensive Team berufen. Auch ohne Kevin Durant bringen die Nets einiges an Qualität aufs Parkett – einzig auf Power Forward ist man derzeit allerdings unterbesetzt. Ob man mit Taurean Prince und Rodions Kuruc gegen Sabonis, Gordon, Randle, Collins & Co. mithalten kann, darf stark bezweifelt werden. Bis zur Trade-Deadline werden die Nets garantiert noch nach geeigneten Kandidaten suchen. Unser Tipp: Brooklyn erreicht relativ sicher die Playoffs – bekommt es dann aber mit spielstarken und erfahrenen Gegnern zu tun. Vom Erstrunden-Aus bis zu den Conference Semifinals ist für die Nets in diesem Jahr alles drin.

Boston Celtics (3)

Hoffen auf Kemba Walker

Potenzielle Starting 5: C Enes Kanter, PF Jayson Tatum , SF Gordon Hayward, SG Jaylen Brown, PG Kemba Walker, Player to watch: SG Marcus Smart

Die vergangene Saison war für die Boston Celtics beinahe schon eine zum Vergessen. Die Lineup war bei Weitem besser als das erzielte Ergebnis. Nun übernimmt Star-PG Kemba Walker die Offensivzügel in Bean Town von Kyrie Irving, den es nach Brooklyn gezogen hat. Damit erhalten die Celtics einen der Besten auf dieser Position. Ein echten Leader – auf dem Parkett und – nach den Erkenntnissen der vergangenen Saison in Boston noch wichtiger – in der Kabine. Man hofft, dass Walker Spieler wie Jayson Tatum und Jalen Brown einen Schub gibt, damit deren Entwicklung weitergeht. Für Tatum wäre ein weiterer Schritt essentiell, denn er soll der künftige Franchise-Player der Celtics und in dieser Saison zudem erstmals All-Star werden. Mit Gordon Hayward, Enes Kanter und Markus Smart verfügen die Celtics zudem über weitere erfahrene und talentierte Spieler, die bei normalem Saisonverlauf in den Playoffs ein Wörtchen mitzureden haben. Für den ganz großen Wurf wird es eher nicht reichen, aber besser als in der vergangenen Saison werden sich die Celtics ganz sicher präsentieren. Unser Tipp: Boston erreicht das Conference Semifinale, scheitert aber gegen die Bucks oder die 76ers.

 

Die Topfavoriten

Philadelphia 76ers (2)

Ohne Tiefe titelreif?

Potenzielle Starting 5: C Joel Embiid, PF Al Horford, SF Tobias Harris, SG Josh Richardson, PG Ben Simmons, Player to watch: Zhaire Smith

Die Philadelphia 76ers gehen gemeinsam mit den Milwaukee Bucks als Topfavorit im Osten ins Rennen. In den vergangenen NBA-Playoffs sind sie noch an Kawhi Leonard in Spiel sieben gescheitert – mit einem Buzzerbeater für die Ewigkeit. Nochmal soll das nicht passieren und Philly strebt die NBA-Finals an. Auf dem Papier haben die 76ers vor allem mit Jimmy Butler und J.J. Reddick Erfahrung und Shooting verloren. Andererseits mit Al Horford und Josh Richardson Größe und Defense hinzugewonnen. Ob das die Truppe um Joel Embiid aber wirklich besser macht, als noch im vergangenen Jahr, muss sich erst noch zeigen. Sollte Ben Simmons mittlerweile – wie „angedroht“ – einen ernstzunehmenden Jumper entwickelt haben, stellt sich die Offense der 76ers weitaus anders dar. Das schafft Spacing und macht Philly weitaus gefährlicher. Für Philadelphia wird es in dieser Saison am Ende darum gehen, besser als Boston zu sein und gleichzeitig in einem potenziellen Conference Finale gegen die Bucks nachlegen zu können. Derzeit ist der Kader eher nur mit einer sehr guten Starting Lineup ausgestattet. Es mangelt an Tiefe. Sollte sich dieser Umstand zu einem Problem entwickeln, werden die 76ers vor der Trade-Deadline nochmal über Neuverpflichtugnen nachdenken müssen. Unser Tipp: die 76ers ziehen ins Eastern Conference Final ein und scheitern dort an den Milwaukee Bucks.

Milwaukee Bucks (1)

Giannis vor dem großen Wurf?

Potenzielle Starting 5: C Brook Lopez, PF Giannis Antetokounmpo , SF Khris Middleton, SG George Hill, PG Eric Bledsoe, Player to watch: Kyle Korver

Die Bucks nur auf den „Greek Freak“ zu reduzieren, wird dem Team nicht gerecht. Middleton, Bledsoe und Lopez haben die Philosophie und Spielidee von Coach Mike Budenholzer inhaliert und weichen keinen Zentimeter davon ab. Sie bieten Vorjahres-MVP Giannis Antetokounmpo den Raum den er braucht, eine Defense auseinanderzuziehen, seine Räume zu kreieren, um in unnnachahmlicher Manier Richtung Korb zu ziehen. Ist er in Korbnähe und in Bewegung, ist er auch von den defensivstärksten Zonenverteidigern kaum mehr zu stoppen. Point Guard Eric Bledsoe agiert solide, wenngleich ab und an im Aufbau etwas wild, doch defensiv gilt er als einer der besten Perimeter-Verteidiger auf seiner Position. Center Brook Lopez hat einen guten Touch von außen, was ihm erlaubt, sich ab und an davonzustehlen um Räume zu schaffen – und verlässlich von außen zu treffen. Khris Middleton wirkt mit seinem Vertrag vielleicht etwas überbezahlt, doch er liefert. Und zwar verlässlich. Der Abgang von Scharfschütze Malcolm Brogdon schmerzt und soll auf mehrere Schultern verteilt werden. Vor allem Neuzugang und Edel-Distanzschütze Kyle Korver muss „From Downtown“ abliefern, um den Abgang zu kompensieren. Nach 60 Siegen in der vergangenen Saison, einem noch besseren griechischen Wunder-Basketballer und einem eingespielten System, soll es in der aktuellen Saison bis nach ganz oben gehen. Giannis plus dieses Erfolgs-Trio, sowie die Erfahrungen und Ergebnisse der vergangenen Saison, machen die Bucks zum Topfavoriten im Osten. Unser Tipp: Die Bucks gewinnen knapp die Eastern Conference gegen Philadelphia (Quote 2.50 bei betsafe) und ziehen in die NBA Finals ein.

 

Hier findest du unsere Vorschau für die Western Conference

 

Die Wettquoten auf den Gewinner der Eastern Conference bei betsafe

Stand: 18. Oktober 2019

  1. Milwaukee Bucks (2.50)
  2. Philadelphia 76ers (3.20)
  3. Boston Celtics (8.50)
  4. Toronto Raptors (12.00)
  5. Brooklyn Nets (13.00)
  6. Indiana Pacers (17.00)
  7. Miami Heat (21.00)
  8. Orlando Magic (41.00)
  9. Atlanta Hawks (61.00)
  10. Chicago Bulls (81.00)
  11. Detroit Pistons (81.00)
  12. Washington Wizards (101.00)
  13. New York Knicks (151.00)
  14. Charlotte Hornets (151.00)
  15. Cleveland Cavaliers (201.00)