NBA Tipps

NBA Saisonvorschau 2019/2020: Western Conference

Im Westen viel Neues

Der Sommer 2019 hatte in der NBA mal wieder einiges an Spektakel zu bieten. Draft, Free Agency, Trades und Signings – die Liga wurde durcheinandergewirbelt wie selten zuvor. Kräfteverhältnisse haben sich deutlich verschoben. Wettfieber.de analysiert den aktuellen Stand aller 30 Teams kurz vor Saisonstart. Im 2. Teil befassen wir uns mit der Western Conference.

Das Level an Topteams in der Western Conference – im direkten Vergleich mit dem Osten – ist beinahe schon erdrückend. Echte Titelanwärter im Osten: zwei – im Westen: drei bis fünf. Dennoch stellt der Osten mit den Toronto Raptors den amtierenden NBA-Champion. Doch nach dieser Offseason stehen die Zeichen der Topteams im Westen eindeutig auf Attacke. Und wenn alles normal läuft (wann tut es das schonmal?), wird der nächste NBA-Champion aus der Western Conference kommen. Derzeit zumindest auf dem Papier. Die L.A. Clippers, Golden State Warriors, L.A. Lakers und Houston Rockets treten an, um den nächsten Titel in den Westen zu holen und die Vorzeichen sind gut. Auch die Buchmacher haben diese Teams als Favoriten im Westen auserkoren. 4.25 gibt es für den Titelgewinn der Clippers, 5.00 für die Lakers, 6.00 für Houston und 7.50 für die Warriors. Nur die Milwaukee Bucks aus der Eastern Conference können quotenmäßig noch mithalten – sie liegen bei 6.00 als NBA-Champion. LeBron James im Duett mit Anthony Davis – Kawhi Leonard im Duett mit Paul George – einzig die Golden State Warriors und die Rockets mit HArden /Westbrook scheinen da noch mithalten zu können. Am 22. Oktober startet die NBA in ihre 74. Saison. Wir haben die einzelnen Teams für euch mal unter die Lupe genommen. Hier findet ihr vorab unser Power-Ranking für die Western Conference:

NBA Northwest Division

TEAMS: Denver Nuggets, Minnesota Timberwolves, Oklahoma City Thunder, Portland Trail Blazers, Utah Jazz

NBA Pacific Division

TEAMS: Golden State Warriors, L.A. Clippers, L.A. Lakers, Phoenix Suns, Sacramento Kings

NBA Southwest Division

TEAMS: Dallas Mavericks, Memphis Grizzlies, New Orleans Pelicans, San Antonio Spurs

 

Das Wettfieber.de NBA Power Ranking

Western Conference

 

Sorry, no Playoffs this time

Phoenix Suns (15)

Alles besser macht der PointGuard?

Potenzielle Starting 5: C Deandre Ayton, PF Dario Saric , SF Kelly Oubre Jr, SG Devin Booker, PG Ricky Rubio, Player to watch: Tyler Johnson

Ein talentierter Center, eine Scoringmaschine und ein routinierter Point Guard, das klingt doch erstmal nach einem soliden Basketball-Setup. Ist es theoretisch ja auch  – nur leider fehlt den Suns etwas: Defense. Ohne Defense kann man bekanntlich kein Basketballspiel gewinnen. Und so verhält es sich dann leider auch bei den Suns. Bei allem Talent auf allen fünf Positionen, scheint das Verteidigungs-Gen in dieser Mannschaft völlig zu fehlen. Mit dem erfahrenen Neuzugang Ricky Rubio, könnte sich das zwar etwas verbessern, aber die Lösung für dieses Problem ist er sicherlich nicht. Deandre Ayton wird sich prächtig weiterentwickeln und Devin Booker wird weiterhin sämtliche Lampen in allen NBA-Arenen ausschießen (26,6 Punkte im Schnitt) – doch am Grundproblem ändert das nur wenig. Die einfache Formel für die Phoenix Suns lautet: ohne Defense keine Siege – ohne Siege keine Playoffs. Schade eigentlich.  Unser Tipp: Die Suns werden nicht nur nicht die Playoffs erreichen (1.02 bei betsafe), sondern die Saison auch als schlechtestes Team im Westen beenden.

Memphis Grizzlies (14)

„Ja Morant, übernehmen Sie“

Potenzielle Starting 5: C Jonas Valanciunas, PF Jaren Jackson Jr , SF Kyle Anderson, SG Dillon Brooks, PG Ja Morant, Player to watch: Brandon Clarke

Mike Conley hat entschieden, nun lieber Jazzer zu werden. Das reißt eine ordentlich Lücke ins komplette Spiel der Grizzlies – schließlich war Conley nicht nur der wichtigste Spieler der Grizzlies, sondern auch der Beste. Die Zeichen stehen also klar auf Umbruch beim einst berüchtigten „Grid & Grind“-Monster aus Memphis. Das Team ist nicht gerade talentfrei, benötigt nur etwas Zeit, sich entsprechend zu entwickeln. Speziell Conley-Ersatz Ja Morant benötigt nicht nur Zeit, die hinterlassenen Fußstapfen zu füllen. Er benötigt vor allem Zeit, sich in der NBA zurechtzufinden – er ist ein Rookie. Und er soll das Team auf seinen schmalen Schulter durch die Saison tragen. Das Ergebnis dieser Idee bleibt noch abzuwarten. Power Forward Jaren Jackson Jr zeigte bereits, dass man auf ihn bauen kann und noch jede Menge Potenzial in ihm steckt. Vielversprechend. Die Fans in Memphis kennen sich mit Basketball aus und wissen, dass man mit diesem Setup derzeit einfach nicht viel reißen kann. Schon im letzten Jahr mit Mike Conley war man nur 27. bei den Dreiern, 25. bei der Quote von außen und 27. im Offensivrating. Ohne Conley werden diese Zahlen eher nicht signifikant nach oben schnellen. Doch die Entwicklung der Eckpfeiler der Franchise werden sie in Memphis mit der Lupe verfolgen und sich erstmal über kleine Schritte freuen. Unser Tipp: Die Grizzlies haben in dieser Western Conference nicht den Hauch einer Chance auf die Playoffs. (1.02 bei betsafe) Ziel wird es somit sein, sich möglichst für einen Top-Pick im nächsten Draft zu qualifizieren.

Oklahoma City Thunder (13)

Neue Zeitrechung

Potenzielle Starting 5: C Steven Adams, PF Danilo Gallinari, SF Terrence Ferguson, SG Shai Gilchrist-Alexander, PG Chris Paul, Player to watch:  Andre Roberson

Jahr eins nach Russell Westbrook und Paul George in Oklahoma City.  Zwar spielt mit Chris Paul nachweislich einer der besten Point Guards der letzten zehn Jahre nun für die Thunder, aber Ol´Chris ist auch schon etwas in die Jahre gekommen. Immer noch unschlagbar im Pick´n Roll, mit unglaublicher Fieldvision ausgestattet, benötigt er dennoch ein gewisses Maß an Geschwindigkeit und Explosivität für sein Spiel. In diesem Bereich ist Paul bei weitem nicht mehr so gut, wie noch vor einigen Jahren. Man hat zwar viel bekomen, dafür dass man George und Westbrook abgegeben hat, aber das zahlt dann doch eher auf die Zukunft der Franchise ein, als einen sofortigen Effekt zu haben. Einzig bei Shai Gilchrist-Alexander stellt sich das anders dar. Dass er über jede Menge Talent verfügt, hat er in seinem Roookie-Jahr bei den Clippers schon unter Beweis gestellt. Nun geht er bei einem der Besten seiner Zunft in die Lehre. Paul wird dem jungen Point Guard sicher viel beibringen können. Ob Steven Adams, der letzte verbliebene interessante Baustein im ehemaligen  Thunder-Setup, das Saisonende in Oklahoma City erlebt, bleibt offen. Es gibt Überlegungen alles auf Null zu stellen bei den Thunder und auch für Adams noch interessante Assets abzugreifen. Der Center kann im Gegenzug bei einem Wechsel aus einem guten Team einen echten Contender machen.  Unser Tipp: die Thunder werden die Playoffs verpassen (1.10 bei betsafe). Zu groß scheint der aktuelle Umbau. Dennoch ist in naher Zukunft dank zahlreicher Draftpicks (gleichzeitig taugen die Draftpicks auch für potenzielle Trades) wieder mit den Thunder zu rechnen – in dieser Saison jedoch noch nicht.

Sacramento Kings (12)

Geduld ist gefragt

Potenzielle Starting 5: C Nemanja Bjelica, PF Marvin Bagley, SF Harrison Barnes, SG Buddy Hield, PG De´Aaron Fox, Player to watch:  Bogdan Bogdanovic

Die Sacramento Kings haben einige interessante junge Spieler im Kader. Marvin Bagley, Buddy Hield und De´Aaron FoxFox sind die Zukunft der Franchise. Sie haben aber auch das gleiche Problem wie einige andere NBA-Franchises im Umbruch – die Defensive. Die aktuelle Aufstellung der Kings lässt sie derzeit eher im unteren Drittel der Western Conference rangieren. Luke Walton der neue Coach in Sacramento, wird verstärkt auf Würfe von außen setzen, denn in diesem Bereich sind die Kings recht gut unterwegs. Bagley wird in der Zone, dann jede Menge Rebounds abgreifen und seine Statistiken aus der Vorsaison ordentlich aufstocken. Er soll zeitnah das Gesicht der Franchise werden, um den alles herum aufgebaut wird. In der aktuellen Saison werden die Kings die unteren Tabellenränge kaum verlassen können – bei wie bei zahlreichen anderen NBA-Teams, geht es bei den Kings primär um die Entwicklung der talentierten Spielerpools. Unser Tipp: die Kings verpassen die Playoffs (1.04 bei betsafe) – doch am Ende der Saison winkt via Draft-Pick ein weiterer Baustein, um das Team sinnvoll zu verstärken.

 

 

Die NBA bei betsafe

Potenzielle Playoff-Teilnehmer

Minnesota Timberwolves (11)

Alles wartet auf Andrew Wiggins

Potenzielle Starting 5: C Karl-Anthony Towns, PF Robert Covington , SF Andrew Wiggins, SG Jarrett Culver, PG Jeff Teague, Player to watch: Jake Layman

Karl-Anthony Towns und Andrew Wiggins – das klingt nach einem gefährlichen Doublepunch. Doch diese talentierte Kombination hat den Wolves bisher noch nicht die gewünschten Resultate gebracht. Viele Experten sehen bei den Wolves eher eine Art Mentalitätsproblem. Die Statistiken lesen sich hervorragend – vor allem bei Towns – doch viele Fans in Minnesota wünschen sich von Towns und Wiggins etwas mehr Biss auf dem Parkett. Phlegmatisch trifft es nicht direkt – die Amerikaner bezeichnen solche Spieler gerne oft als: „Forever-stuck-in-idle“, was vor allem für Wiggins gilt. Karl-Anthony Towns hat einen hoch dotierten 5-Jahres Vertrag unterzeichnet, liefert enorme Statistiken und ist das Gesicht der Wolves. Doch um das Phlegma im Team abzustellen, muss er sich auch mal mit Teamkollegen „anlegen“, sie anweisen, kritisieren, motivieren und mit gutem Beispiel anführen. Also alles Dinge, die Jimmy Butler bereits kritisiert hat – ihm fehlte die richtige Einstellung bei den Wolves. Ergebnis: er hat Minnesota verlassen. Da gilt es jedenfalls für das neue Coaching-Team um Ryan Saunders den Hebel anzusetzen. Spannend wird die Entwicklung von Rookie Jarrett Culver in diesem Umfeld zu beaobachten.  Unser Tipp: Minnesota wird die Saison irgendwo bei 30 bis 35 Siegen (1.72 Unter 35.5 Siege bei betsafe) beenden und erneut nicht an den Playoffs teilnehmen – womit sich die Bilanz auf 14 Nicht-Teilnahmen in 15 Saisons ausdehnt.

San Antonio Spurs (10)

Ende einer Ära?

Potenzielle Starting 5: C Jakob Poeltl, PF LaMarcus Aldridge , SF DeMar DeRozan, SG Derrick White, PG Dejounte Murray, Player to watch: Rudy Gay

Gregg Popovich ist ohne jeden Zweifel immer noch eine absolute Coaching-Legende. Doch manchmal wirkt es, als hätte er den richtigen Zeitpunkt verpasst, seine unglaubliche Trainer-Karriere bei den San Antonio Spurs rechtzeitig zu beenden. Nach Meisterschaften, zwei Dekaden ununterbrochenen Playoff-Teilnahmen (22) und jeder Menge NBA-Orden, die sich Popovich sonst noch ans Revers heften kann, hat er gefühlt den Absprung verpasst. Seit 1996 trainiert er nun die Spurs und bastelt heute fleißig an einem neuen Setup. Doch sie haben ein wenig von ihrem Nimbus eingebüßt. Die Spurs sind natürlich immer noch ein gutes Basketball-Team, doch Angst verbreiten sie keine mehr. Die Basis von Popovich´s Teams war stets die Defensive. In der vergangenen Saison fielen die Spurs im Defense-Ranking auf Rang 20 zurück. Das wird der Coach nicht nochmal zulassen und wird am Setup arbeiten. DeMar DeRozan, Rudy Gay, Dejounte Murray und Derrick White stellen eine solide Basis. Dazu Jakob Pöltl und LaMarcus Aldridge im Froncourt. Das Team wird von Popovich auf Defense gedrillt und am Ende natürlich wieder um die Playoff-Plätze spielen. Es wären nicht die Spurs, wenn man sie nicht für eine Teilnahme in Erwägung ziehen würde. Doch in der runderneuerten Western Conference, könnte in dieser Saison der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass es die Spurs im 23. Anlauf nicht in die Playoffs schaffen.  Unser Tipp: es wird schwer für die Spurs. Sie müssten vor allem Dallas und New Orleans hinter sich lassen, um in die Playoffs einzuziehen. Grundsätzlich sind sie dazu zwar in der Lage, doch am Ende denken wir, dass es erstmals nach 22 Teilnahmen für die Spurs nicht reichen wird. (2.73 bei betsafe).

New Orleans Pelicans (9)

Hier kommt Zion

Potenzielle Starting 5: C Derrick Favors Jr., PF Zion Williamson, SF Brandon Ingram, SG Jrue Holiday, PG Lonzo Ball, Player to watch: J.J. Redick

Zion Williamson ist eine Naturgewalt. Ein 19-jähriger Basketballer mit allem Talent gesegnet, gefangen im Körper eines American Football Spielers (2.01m und 130 kg). Bevor er auch nur einie einzige Minute auf einem NBA-Feld verbracht hat, überschlagen sich die Experten in USA mit Lob für den First Pick im diesjährigen Draft. Dass die Pelicans Anthony Davis, einen der fünf besten Spieler in der NBA derzeit nach Los Angeles abgegeben haben, ist aber am Ende die eigentlich wichtige Information. Williamson wird einen derartigen Spieler nicht ersetzen können, aber in New Orleans beginnt eine neue Zeitrechung. Wenn Williamson nur im Ansatz das in seinem Rookie-Jahr abrufen kann, was Experten von ihm erwarten, werden die Pels zu einer abendlichen Highlightshow im landesweiten TV. Für einen kleinen Markt wie New Orleans ein wichtiger Aspekt. Im Zuge des Davis Trades kamen Lonzo Ball und Brandon Ingram aus L.A. zu den Pelicans. Dies in Kombination mit Jrue Holiday und Zion Williamson ist schon eine interessante Mischung aus Talent, Showtime und soliden Basketball-Skills. Wenn sie schnell zueinander finden, sind die Pelicans im ersten schon ein Playoff-Kandidat. Bedenkt man das Entwicklungspotenzial der jungen und talentierten Schlüsselspieler, sowie die zur Verfügung stehende Anzahl an Draftpicks in den nächsten Jahren (diese Picks können auch für interessante Trades genutzt werden), wächst in New Orleans ein echter Contender heran. Dies ist Jahr eins der neuen Zeitrechung und das wird sofort interessant. Wenn sich die neuformierte Truppe schnell findet, spielen sie um einen Playoffplatz im Westen. Dort müssten sie sich jedoch gegen die Dallas Mavericks oder San Antonio Spurs durchsetzen. Möglich, dass dies nicht gelingt. Das wird jedoch erstmal niemanden stören in New Orleans, denn weit wichtiger ist die Entwicklung der Franchise insgesamt. Zion muss gut integriert werden, die anderen Core-Assets ebenfalls. Man muss ein Team formen und gleichzeitig alle jungen Spieler ordentlich weiterentwickeln. Unser Tipp: die Pelicans werden die Playoffs knapp verpassen. (1.26 bei betsafe)

 

Dallas Mavericks (8)

Luka und das Unicorn

Potenzielle Starting 5: C Dwight Powell, PF Kristaps Porzingis , SF Luka Doncic, SG Tim Hardaway Jr, PG Delon Wright, Player to watch: Seth Curry

In Dallas setzt man die Tradition europäischer Topspieler fort. Nach Dirk Nowitzki sind es im aktuellen Kader gleich deren zwei. Luka Doncic und Kristaps Porzingis – beide mit besonderen Talenten gesegnet, beide auf ihre Art einmalig. Doncic kombiniert zahlreiche Basketball-Skills in einer Person, was ihn zu einem besonderen Spieler macht, der zurecht zum Rookie of the Year gekürt wurde. In den USA bezeichnet man Spieler wie Doncic als „position-less Guard“. Bedeutet, dass er sowohl beide Guard-Positionen, wie auch die Position des Small Forward spielen kann und dabei stets wie ein Aufbauspieler agiert. Vielseitig, abgeklärt und mit guter Übersicht ausgestattet, zeigte der Slowene schon in seinem Rookiejahr erstklassige Allrounder-Fähigkeiten. 21 Punkte, knapp 8 Rebounds und 6 Assists – beeindruckend für einen Rookie. Im zweiten Jahr und mit dem Letten Porzingis an seiner Seite, wird Doncic sein Spiel nochmal auf ein höheres Level bringen. Porzingis seinerseits hat von seinem amerikanischen NBA-Kollegen Kevin Durant den Spitznamen „The Unicorn“ erhalten – in Anspielung auf seine sehr seltene Kombination aus Größe, Beweglichkeit und Spielweise. Zum Einhorn macht ihn sein Touch von außen bei einer Größe von 2.21m. Das macht Porzingis und seinen Jumper – speziell von außen – für gegnerische Verteidiger nahezu unmöglich zu verteidigen. Hier gibt es gewisse Parallelen zu Dirk Nowitzki, der einen ähnlichen Vorteil ja, wie wir alle wissen, in seiner Karriere bei den Mavs, ganz gut für sich zu nutzen wusste.  Nach schwerer Knieverletzung  laut eigener Aussage nahezu vollständig genesen, warten die Fans in Texas sehnsüchtig auf ihr lettisches Einhorn, um gemeinsam mit Doncic im Westen anzugreifen. Dallas verfügt über eine gewisse Tiefe im Kader, doch die Konkurrenz ist groß im Westen. Abzuwarten bleibt die weitere Entwicklung von Center Dwight Powell. Gute Leistungen in der vergangenen Saison geben den Fans Anlass zur Hoffnung. Entscheidend werden für Dallas zudem die Performances von Tim Hardaway Jr und Delon Wright. Wenn sie konstant auf hohem Niveau spielen können, sind die Mavs ein echter Playoff-Kandidat. Jedoch müssen sie sich selbst dann noch erstmal gegen Teams wie die New Orleans und San Antonio Spurs behaupten und mehr Siege einfahren. Es wird schwer, aber nicht unmöglich. Unser Tipp: Die Mavericks sind ein gutes Team. Im Westen bekommen sie es aber mit einigen Schwergewichten zu tun. Wir tippen darauf, dass sie es knapp in die Playoffs schaffen (2.80 bei betsafe)

Playoff Kandidaten

Portland Trail Blazers (7)

Damian Lillard on a mission

Potenzielle Starting 5: C Hassan Whiteside, PF Zach Collins, SF Rodney Hood, SG CJ McCollum, PG Damian Lillard, Player to watch: Mario Hezonja

Kurz zur Erinnerung – die Portland Trail Blazers standen im letzten Jahr in den Conference Finals. Und ein Mann hat einen großen Anteil daran: Damian Lillard. Läuft der Point Guard der Blazers einmal heiß, nimmt er es gefühlt ganz alleine mit dem gegnerischen Team auf. Tunnelblick und ab geht die wilde Fahrt. Lillard ist dann nur noch schwer zu stoppen. Zum Glück hat er aber auch noch gute Leute neben sich, die es ihm erlauben, sie auch entsprechend einzusetzen. Gemeinsam mit CJ McCollum bildet Lillard eines der besten Backcourt-Duos die die NBA je gesehen hat. Effektiv, aggressiv, produktiv – kaum zu verteidigen, da sich beide Guards ihre eigenen Würfe kreieren können. Da kommen selbst die besten Perimeter-Defender a la Andre Roberson, Paul George oder Patrick Beverley regelmäßig ordentlich ins Schwitzen. Da bereitet einer Defense aktuell vielleicht nur Houstons Backcourt-Kombi aus James Harden und Russell Westbrook noch mehr Kopfschmerzen. Der langfristige Ausfall von Center Jusuf Nurkic wurde mit der Verpflichtung von Hassan Whiteside kompensiert. Soweit die Idee dahinter. Der war zuletzt allerdings nur noch ein Schatten seiner selbst. Vor nicht allzu langer Zeit galt Whiteside potenziell als einer der fünf besten Rebounder, Shotblocker  und Rimprotectoren in der NBA. Dass Whiteside nochmal annähernd an diese Form anknüpfen kann, erhoffen sich die Blazers. Der Verlust von Al-Farouq Aminu und Maurice Harkless könnte noch schmerzhaft werden für die Blazers, denn weder Rodney Hood noch Zach Collins können es offensiv und schon gar nicht defensiv mit Small Forward-Größen im Westen vom Kaliber eines Paul George, LeBron James oder Kawhi Leonard auch nur ansatzweise aufnehmen. Da ist die große Schwachstelle im Kader der Blazers. Sollte sich dies als unlösbar in der aktuellen Konstellation erweisen, wird man bis zur Trade-Deadline nochmal nachlegen müssen. Unser Tipp: die Playoffs werden die Trail Blazers erreichen (1.25 bei betsafe), doch eine erneute Conference Final Teilnahme ist unrealistisch.

Denver Nuggets (6)

Der Joker dominiert

Potenzielle Starting 5: C Nikola Jokic, PF Paul Millsap , SF Will Barton, SG Gary Harris, PG Jamal Murray, Player to watch: Michael Porter Jr

Denvers serbischer Center Nikola Jokic gab in den Playoffs der vergangenen Saison ein echtes Statement ab: im Schnitt 25 Punkte, 13 Rebounds und 8.5 Assists in 14 Playoffspielen. Er führte damit das achttjüngste Team in der NBA Playoff-Historie, beinahe bis in die Western Conference Finals (es fehlten lediglich vier Punkte). Wem es bis dato noch nicht klar war: das ist der Grund, warum ihm Denver einen hochdotierten 5-Jahresvertrag gegeben hat. Jokic ist das Herzstück eines jungen Denver-Teams und die Nuggets stellen ihm mit Jamal Murray und Gary Harris einen sehr guten Backcourt an die Seite. Dazu noch die Erfahrung von Paul Millsap im Frontcourt und auf dem Flügel Will Barton. Die Bank mit Jerami Grant, Michael Porter Jr, Malik Beasley oder auch Monte Morris ist brauchbar besetzt und das Team zieht seine Stärke in der kommenden Saison aus der Kontinuität. Denver setzte eher auf Beständigkeit und widerstand jeglichen Tradeangeboten. Rookie Bol Bol aus dem Sudan, ist ein Naturphänomen: Bol Bol ist 2.18m groß (!!!) – wiegt aber  nur  94kg – ein Kilogramm weniger als Guard Gary Harris bei einer Größe von 1.93m. Bol Bol gilt als Projekt und Denver wird ihn nach seiner Fußverletzung zunächst nur in der G League einsetzen, um zu sehen, wie er sich zurechtfindet. Denvers zweites Projekt mit verletzten Rookies ist Michael Porter Jr. – er musste sich einer Rücken-Operation unterziehen und verletzungsbedingt die gesamte vergangene Saison aussetzen. Aktuell gehört er zur Denver-Rotation. Sollte er annähernd seine College-Form erreichen, wird er Denver weiterhelfen. Er galt bei seinem Drafteinstieg 2017 als Toptalent und war lange Zeit als potentenzieller Pick 1-Kandidat im Rennen. Aufgrund seiner Verletzung rutschte er auf Draftposition 14 ab. Für Denver ist die heimische Arena essentiell. Der natürliche Vorteil, in der enormen Höhe Colorados zu spielen, hilft den Nuggets – das ist nicht neu und führte sie in der vergangenen Saison zur besten Heimbilanz aller NBA-Teams (34:7). Geht Denver mit Heimvorteil in die Playoffs, ist einiges möglich.  Unser Tipp: Denver wird die Playoffs erreichen – doch diesmal wird es weitaus schwieriger, erneut bis in die Conference Semifinals zu kommen.

 

Die Herausforderer

Utah Jazz (5)

Mike Conley spielt den Jazz

Potenzielle Starting 5: C Rudy Gobert, PF Bojan Bogdanovic, SF Joe Ingles, SG Donovan Mitchell, PG Mike Conley, Player to watch: Dante Exum

Utah war bereits in der vergangenen Saison ein hervorragendes Defensivteam. Nun haben sie ihre Offensive signifikant mit der Verpflichtung von Point Guard Mike Conley verbessert. Das entlastet Guard Donovan Mitchell, der sich nun weit mehr auf seine Scoringqualitäten konzentrieren kann. Conley wird dem Spiel der Jazz viel mehr Ruhe und Struktur geben, dabei aber selbst konstant punkten. Dieses Upgrade sorgt dafür, dass die Jazz plötzlich als ernstzunehmender Contender betrachtet werden dürfen, denn defensiv können sie mit jedem NBA-Team locker mithalten. Center Rudy Gobert räumt unter dem Korb alles weg und ist als einer der besten Defensivspieler der Liga der eigentliche Star des Teams. Doch wie beim Jazz, macht es auch im Basketball am Ende immer die Mischung. Kaum ein Team in der Liga ist derart ausgewogen und ähnlich stark auf beiden Seiten des Feldes. Mit einer guten Defensive gewinnt man bekanntlich mehr, als mit einer schlechten. 50 Saisonsiege brachte den Jazz ihre erstklassige Defense in der vergangenen Saison, nur um dann deutlich mit 1:4 in Runde eins der Playoffs gegen die Houston Rockets mit einem überragenden James Harden auszuscheiden. Wichtigste Erkenntnis aus dieser Erstrunden-Niederlage: in den ersten beiden Partien fand Utah keinerlei Gegenmittel gegen dieRockets und verlor mit 32 und 20 Punkten Differenz – als man dann  einen besseren Weg gegen Harden & Co. gefunden hatte, war es eigentlich schon zu spät. Zudem blieben die Jazz in dieser Serie ganze drei Mal unter 100 Punkten. Unser Tipp: die Jazz sind in dieser Saison besser. In allen Belangen. Aber – die Konkurrenz hat mächtig aufgerüstet. Für den großen Wurf wird es nicht reichen, aber mehr als ein Ausscheiden in Runde eins darf es dann doch werden. Wir tippen darauf, dass die Jazz in Playoff-Runde zwei einziehen.

Houston Rockets (4)

Funktioniert das Experiment?

Potenzielle Starting 5: C Clint Capela, PF P.J. Tucker, SF Eric Gordon, SG James Harden , PG Russell Westbrook, Player to watch: Gerald Green

Normalerweise treibt einem ein Backcourt-Duo aus James Harden und Russell Westbrook den Schweiß auf die Stirn, wenn man als gegnerisches Team auch nur darüber nachdenkt, wie man diese Konstellation verteidigen soll. Normalerweise. Gegen Harden alleine, mit seinen unnachahmlichen Isolation-Plays, hat die Liga bisher noch kein effektives Mittel gefunden. In seinen besten Tagen bei den Oklahoma City Thunder, galt dies in Teilen auch für Westbrook. Allabendliche Triple-Doubles anybody? Bitteschön, kein Problem. Interessanterweise, sorgt die Kombination aus beiden Spielern, aber für weit weniger Nervosität, als jeder für sich.  Die beiden sind privat gute Freunde und kennen sich gut aus gemeinsamen Tagen in Oklahoma. Doch das ist lange her und es ist viel passiert seither. Es gilt für die Rockets und Coach Mike D´Antoni, die gemeinsame Schnttmenge der bedien auf dem Feld zu finden. Harden kann man nicht den Ball wegnehmen, Westbrook ist ohne Ball aber nur halb so effektiv wie mit Ball. Westbrooks Distanzwurf ist derzeit leider kaum der Rede wert und die Frage die sich viele Experten stellen, lautet was Russell Westbrook eigentlich an normalen Abenden macht, wenn „The Beard“ mal wieder 40 Punkte raushaut und 75% davon selbst mit Ball in der Hand aus Isolation Playsets verwandelt. Das wird die große Frage in Houston – wie bringt man diese beiden Basketball-Genies sinnvoll zusammen und macht sie effektivektiv für das Team? Unterstützt werden die beiden von Clint Capela auf Center, der als guter Rebounder und Verteidiger  einen soliden 5er gibt. Dennoch bleibt Rebounding das Hauptproblem der Rockets.  Eric Gordon wird als Starter auf Small Forward agieren. Dazu P.J. Tucker als gute 3-and-D Lösung auf Power Forward. Von der Bank bringen Tyson Chandler, Gerald Green, Nene und Thabo Sefolosha jede Menge – vor allem in den Playoffs wichtige – Erfahrung. Die Rockets sind ein wenig das Überraschungspaket in der Western Conference. Alles hängt davon ab, wie Westbrook/Harden harmonieren und in Kombination agieren. Unser Tipp: Vom Erstrunden-Aus bist zum NBA-Titel, scheint alles möglich zu sein. Wir tippen jedoch darauf, dass die Rockets das Conference Semi-Finale erreichen. Dort wird sich dann allerdings zeigen, inwieweit die Power-Combo Westbrook/Harden am Ende dann tatsächlich funktioniert.

Golden State Warriors (3)

Noch Benzin im Tank?

Potenzielle Starting 5: C Kevon Looney, PF Willie Cauley-Stein , SF Draymond Green, SG D´Angelo Russel, PG Steph Curry, Player to watch: Alfonzo McKinnie

Schaut man sich die Vorhersagen und Quoten bei den Buchmachern an, wie die Warriors vor dieser Saison eingeschätzt werden, staunt man nicht schlecht: Die Dubs rangieren deutlich hinter den Clippers, Lakers und Rockets für den Gewinn der Western Conference. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass mit Stephen Curry, D´Angelo Russell und Draymond Green drei Allstars in der Starting Lineup stehen. Zudem nach etwa 50 Spielen Klay Thompson zurückerwartet wird. Sprich, wenn sonst nichts dramatisches passiert, wäre dieses Quartett, ergänzt um die großen Jungs Kevon Looney und Willie Cauley-Stein in etwa das, was einen Gegner in den Playoffs erwarten wird. Und es ist ja nicht so, dass man nicht weiß, was man von einer Kombination aus Steph Curry, Klay Thompson und Draymond Green zu erwarten hat – da geht immer etwas – vorausgesetzt, Klay Thompson nutzt die knapp 30 Spiele die er eventuell machen kann, um wieder nahezu seine übliche Form  zu erreichen. Ausgeschlossen ist das nicht – aus unserer Sicht sogar viel  wahrscheinlicher, als dass James Harden und Russell Westbrook auf absolutem Topniveau zusammenspielen können. Somit gehen wir davon aus, dass die Warriors in den Playoffs eine echte Meistermannschaft aufs Parkett bringen, die jeden Gegner schlagen kann. Das haben sie bereits bewiesen – auch ohne einen Kevin Durant. Steph Curry ist wahrscheinlich der derzeit beste Playoff-Scorer – läuft er heiß, braucht es nur noch vier andere Spieler neben ihm, die ihn sinnvoll unterstützen. In dieser Saison wird Curry zudem wesentlich mehr spielen, viel präsenter sein, da Thompson zunächst ausfällt und Durant nicht mehr bei den Warriors spielt. D´Angelo Russell wurde nicht umsonst Allstar in der vergangenen Saison. Er ist ein aggressiver Scorer und wird Thompson zunächst adäquat ersetzen. Die wirklich interessante Variante, erwartet einige Teams dann aber  in den Playoffs, wenn Draymond Green, D´Angelo Russell, Klay Thompson, Willie Cauley-Stein und Steph Curry die Starting-5 der Warriors bilden. Die Dubs kennen sich bestens aus mit Conference- und NBA- Finals und wir würden nicht darauf wetten, dass Steph Curry schon genügend Meisterschaftsringe sein Eigen nennt. Die Dubs wollen es wissen im Jahr eins nach Durant und werden auf Topniveau agieren. Unser Tipp: die Warriors können es bis in die NBA-Finals schaffen (9.00 bei betsafe) und natürlich auch NBA-Champion werden. Vorausgesetzt Klay Thommpson tut nach seiner Rückkehr einfach das, was er in den vergangenen fünf Jahren auch gemacht hat.

 

Die Topfavoriten

Los Angeles Lakers (2)

Bester Double-Punch?

Potenzielle Starting 5: C JaVale McGee, PF Anthony Davis, SF Kyle Kuzma, SG LeBron James, PG Rajon Rondo, Player to watch: Danny Green

Eine Kombination von zwei Top5-NBA Spielern macht ein Team automatisch zu einem Titelanwärter. Vor allem natürlich wenn die beiden Spieler Anthony Davis und LeBron James heißen. So ist es dann auch bei den Los Angeles Lakers, die zudem noch das Champion-Gen ihrer Franchise in die Waagschale werfen können. Dennoch – wir glauben zwar, dass die Lakers weit in den Playoffs kommen können, sehen aber durchaus die Problematik, dass die beiden alleine in einer knappen Serie gegen die Clippers, die Warriors und eventuell sogar Houston den Kürzeren ziehen könnten. James und Davis müssten die Playoffs im Prinzip komplett durchspielen, was auch für zwei Basketball-Superhelden schwierig wird. Ex-Supermann Dwight Howard wird hier in die Bresche springen müssen und Anthony Davis Verschnaufpausen verschaffen. Wer diesen Job für LeBron James übernehmen soll, ist fraglich. Verletzt sich James, sind die Titelträume der Lakers beendet. Somit wird man seine Spielzeiten kürzen müssen – was sicherlich in der Regular Season der Fall sein wird – schön und gut. Doch insgesamt stellt sich die Frage nach der Tiefe der Lakers – vor allem in den Playoffs, wenn tiefe Teams, selbst mit ihrem zweiten Anzug, noch ein passables Basketball-Team aufs Parkett bringen. Selbst ein Starting Center vom Kaliber eines JaVale McGee ist da schon relativ limitiert, wenngleich playofferfahren. Kyle Kuzma muss den nächsten Schritt machen, wenn er dem Team helfen will und Point Guard Rajon Rondo ist ein Floor General, der am besten spielt, wenn er auch den Ball in der Hand hat. Das wird eher selten der Fall sein, denn der Ball wird meistens in den Händen eines gewissen LeBron James sein, der in einer eher skurrilen Rolle aus Small Forward/Point Guard agieren wird. Ob das am Ende alles reicht, bleibt aus unserer Sicht mehr als fraglich. Bei einem potenziellen Conference Finale zwischen den beiden Los Angeles Teams, legen wir uns klar fest: Kawhi Leonard, Paul George und die tiefe Lineup der Clippers, werden die Lakers ziemlich alt aussehen lassen. Unser Tipp: die Lakers stellen sicherlich einen beeindruckenden Double-Punch mit Davis und James, doch wir denken, es braucht etwas mehr, um sowohl den Ex-Champion Golden State Warriors, als auch die Los Angeles Clippers in einem potenziellen Conference Finale besiegen zu können. 50+ Saisonsiege werden die Lakers dennoch einfahren. Wir glauben aber, für die Lakers ist im Conference Semifinale Schluss.

Los Angeles Clippers (1)

„The Claw“ ist zuhause

Potenzielle Starting 5: C Ivica Zubac, PF Montrezl Harrell , SF Kawhi Leonard, SG Paul George, PG Patrick Beverley, Player to watch: Lou Williams

Viel ist geredet worden, über den Blockbuster-Deal, der Anthony Davis zu den Lakers gebracht und ihn mit LeBron James zu einem formidablen Double-Punch vereint hat. Doch was bei den Los Anglees Clippers abgegangen ist im Vorfeld der Saison 2019-2020, ist nochmal ein ganz anderes Kaliber. Kawhi Leonard und Paul George in einem Team. Dazu in einem, was bereits in der vergangenen Saison die Playoffs erreicht hat. Das Problem: Paul George ist völlig unterschätzt. Lange war er im Rennen um den MVP-Titel und das völlig zurecht. Einer der besten Two-Way Player in der Liga – und es gibt vielleicht nur noch einen Spieler der besser ist in dieser Funktion – „The Claw“ Kawhi Leonard. Der führte die Toronto Raptors als Leader zum ersten NBA-Titel und entschied sich am Ende der Saison dazu, in seine Heimatstadt zu wchseln, statt im kalten Kanada zu bleiben. In Kombination ist dieses Duo einfach tödlich, speziell wenn man die beiden in ein bereits funktionierendes Playoff-Team steckt. Das, was die Clippers mannschaftlich aufs Parkett bringen, ist beeindruckend. Zur Kombi Leonard/George, defensiv mit das Beste, was man in der NBA haben kann, gesellt sich mit Patrick Beverley noch einer der besten Defensiv-Point Guards der Liga. Kevin Durant fand einst einen passenden Spitznamen für Beverley und nannte ihn schlicht „The Pest“. Das sagt schon alles was man über einen defensiv herausragenden Point Guard wissen muss. Zu diesem Trio gesellen sich dann noch ein solider Power Forward mit Montrezl Harrell (18 Punkte im Schnitt in den vergangenen Playoffs) und einer der legendärsten 6th-Man der NBA Historie – Shooting Guard Lou Williams. Dreimaliger Best 6th-Man award Gewinner. Vergangene Saison lieferte er für die Clippers 20 Punkte/5,4 Asists im Schnitt bei 26,5 Minuten Spielzeit. Dies konnte er in den Playoffs auf 21,7 Punkte und 7,7 Assists pro Spiel noch steigern (bei drei Minuten mehr Spielzeit pro Partie). Williams ist der typische Hustler, der von der Bank kommt, sofort da ist und einen Punkt nach dem anderen einschenkt. In den Playoffs eine sehr effektive Waffe. Will man nun einen echten Schwachpunkt der Clippers ausmachen, wäre dies die Center-Position. Nicht auszuschließen, dass man hier bis zur Trade-Deadline nochmal nachlegt. Mit Ivica Zubac als Starting-Center, sind die Clippers eher unterdurchschnittlich besetzt. Von ihm erwarten sich die Coaches lediglich, dass er hart arbeitet und rebounded. In einer engen Playoff-Serie kann sich dies aber als echte Schwachstelle erweisen. Die Clippers können zwar auch „klein“ spielen – mit Harrell auf Center und JaMychal Green auf Power Forward, doch das ist eher eine Notfall-Lösung. Ob die Clippers hier personell nochmal nachbessern, wird sich im Laufe der Saison entscheiden. Sagen wir mal so: erinnert sich noch jemand an den Starting-Center der letzten beiden Golden State Warriors Meisterschaften? Nicht? So in etwa verhält es sich mit Zubac. Unser Tipp: Die Los Angeles Clippers gewinnen nicht nur die Western Conference, sondern gewinnen am Ende dank Leonard/George auch die NBA Meisterschaft. (4.25 bei betsafe)

 

Hier findest du unsere Vorschau für die Eastern Conference

Die Wettquoten auf den Gewinner der Western Conference bei betsafe

Stand: 18. Oktober 2019

  1. Los Angeles Clippers (3.10)
  2. Los Angeles Lakers (3.50)
  3. Houston Rockets (7.50)
  4. Golden State Warriors (9.00)
  5. Utah Jazz (10.00)
  6. Denver Nuggets (12.00)
  7. Portland Trail Blazers (26.00)
  8. New Orleans Pelicans (41.00)
  9. San Antonio Spurs (46.00)
  10. Dallas Mavericks 51.00)
  11. Sacramento Kings (81.00)
  12. Oklahoma City Thunder (101.00)
  13. Minnesota Timberwolves (126.00)
  14. Memphis Grizzlies (151.00)
  15. Phoenix Suns (201.00)