RATGEBER: WETTFINANZEN

VERLUSTPROGRESSION

Warum das Martingale-System scheitern wird.

Den Begriff “Verlust” möchte im Zusammenhang mit Glücksspielen sicher niemand hören. Doch das Verlieren gehört in Online-Casinos und bei Sportwetten genauso dazu, wie das Gewinnen. Daher ist es wichtig, dass verlorene Wetten ebenso akzeptiert werden, wie Gewinne. Mit diversen Strategien rund um das Thema Sportwetten versuchen einige Experten, langfristige Gewinne einzufahren.

Neben vielen guten Tipps und Tricks stößt man im Internet aber auch immer wieder auf sehr schlechte Ratschläge. Definitiv nicht zu empfehlen ist eine Verlustprogression. Dennoch ist das so genannte Martingale-System für viele Spieler auf den ersten Blick sehr attraktiv. Wir erklären Dir, wie eine Verlustprogression funktioniert und warum das Martingale-System keine gute Idee ist.

Fakten zum Thema Verlustprogression

  • Bei Sportwetten gibt es eine Verlustprogression und eine Gewinnprogression
  • Bei einer Verlustprogression wird der Einsatz nach einer verlorenen Wette verdoppelt
  • Seinen Ursprung hat diese Strategie an Roulette-Tischen in Casinos
  • Das Martingale-System klingt in der Theorie verlockend
  • Die Verlustprogression führt jedoch in der Praxis langfristig zum Totalverlust

Verlustprogression: Fakten rund um das Martingale-System

Dem Internet können in der heutigen Zeit einige Strategien für Onlinecasinos und Sportwetten entnommen werden. Eine Garantie für den langfristigen Erfolg gibt es jedoch nicht. Viele User gehen davon aus, dass vor allem die Auswahl der Tipps entscheidend ist, wenn es bei Sportwetten um das Verlieren oder das Gewinnen geht. Sicherlich ist die Spielauswahl entscheidend, doch sie ist nicht der einzige Aspekt, der über Sieg und Niederlage entscheidet. Denn neben der Qualität der Quoten ist vor allem der Wetteinsatz bzw das Moneymanagement von einer großen Bedeutung. Wer sich mit dieser Thematik etwas intensiver befasst, wird früher oder später unausweichlich auf die Idee der Verlustprogression stoßen. In diesem Artikel wollen wir Dir jedoch erklären, warum Du von dieser Einsatzstrategie lieber die Finger lassen solltest.

So funktioniert die Verlustprogression

Bei einer Verlustprogression handelt es sich um eine Strategie im Bereich des Moneymanagements. Durch eine kluge Einsatzstrategie versucht der Spieler, das Optimum aus seinen Wetten herauszuholen. Dabei sollte immer die Devise gelten: Verluste minimieren und Gewinne maximieren. Die Idee der Verlustprogression sieht vor, dass der Einsatz der kommenden Wette durch eine zuvor verlorene Wette angehoben wird. Das bekannteste Beispiel einer Verlustprogression ist das so genannte Martingale-System. Bei dieser Strategie verdoppelt der User einen Einsatz, wenn zuvor ein Tipp falsch war.

Angewandt wird das Martingale-System vor allem beim Roulette, da dort durch die Auswahl der Farben Schwarz und Rot im Gewinnfall der doppelte Gewinn ausgezahlt wird. Die gleiche Strategie kann auch bei Sportwetten oder Finanzwetten genutzt werden. Ist ein Tipp falsch, wird der Einsatz einfach erhöht. In der Hoffnung, dass durch einen kommenden richtigen Tipp der zuvor erwirtschaftete Verlust wieder ausgeglichen wird. Bei einer Gewinnprogression wird – wie die Bezeichnung schon vermuten lässt – der Einsatz nur im Falle einer gewonnenen Wette erhöht.

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Die Gefahren des Martingale-Systems

Das Martingale-System klingt in der Theorie verlockend. Immer wenn eine Wette verloren geht, wird der Einsatz beim nächsten Wettschein einfach verdoppelt. Spielen wir diesen gesamten Prozess einmal in der Theorie durch, ist durchaus verständlich, warum diese Art der Verlustprogression bei vielen Spielern so beliebt ist. Nicht wenige User setzen mit ihrer Unentschiedenstrategie bei einer Mannschaft laufend auf ein Remis. Schließlich ist eher unwahrscheinlich, dass ein Team über die gesamte Saison von 34 Spielen hinweg niemals die Punkte teilt. Betrachten wir das Martingale-System doch einmal etwas genauer, wird schnell klar, warum es langfristig gesehen dennoch scheitern wird.

Das langfristige Ergebnis ist immer Bankrott

Würden wir nämlich an Spieltag eins mit zehn Euro beginnen, müssten wir an Spieltag zwei bereits 20 Euro setzen. Am dritten Spieltag wären es 40 Euro und am vierten schon 80 Euro. So weit, so gut. Doch am 20. Spieltag wären wir bereits bei einem Einsatz von 5,2 Millionen Euro. Müssten wir am 34. Spieltag erneut verdoppeln, weil zuvor kein Remis erzielt wurde, hätten wir 86 Milliarden Euro zu investieren – nur bei dieser einen Wette. Wir sehen also, dass eine ständige Verdoppelung zu unvorstellbaren Einsätzen führen würde und wir uns gar nicht so viele Fehlschläge erlauben dürfen, wie wir zu Beginn denken. Schon am zehnten Spieltag müssten wir über 5.000 Euro einsetzen. Und wir wissen: Zehn Spiele ohne Remis sind durchaus vorstellbar.

Bessere Ideen zum Moneymanagement bei Sportwetten

Wer sich darüber informiert hat, was eine Verlustprogression im Beispiel des Martingale-Systems anrichten kann, wird davon die Finger lassen. Doch welche Wettstrategien sind überhaupt zu empfehlen? Es gibt einige Hunderennen Strategien, Eishockey + NHL Strategien oder Vorgehensweisen in anderen Sportarten, welche sich auszahlen können. Wichtig ist jedoch bei einer jeden Idee, dass dahinter ein gutes Einsatzsystem steht. Zu empfehlen ist vor allem das so genannte Flat Staking. Dabei setzt der Spieler bei jedem Tipp den gleichen Betrag ein. Der Vorteil ist, dass er in seinen Wetteinsatz keine Emotionen mit einfließen lässt.

Nachteilig anzumerken ist jedoch, dass bessere Wetten gleich gewichtet werden, wie etwas weniger gute Tipps. Daher wird von vielen Experten empfohlen, sein gesamtes Kapital in Units zu unterteilen. So könnte beispielsweise ein Prozent des Kontostandes einer Unit entsprechen. Bei jedem Wettschein entscheidet nun der User, wie viele Units investiert werden sollen. Da sich auch der Kontostand stets ändert, wird sich auch der Wert von einer Unit ständig ändern. Ganz anders als bei der Verlustprogression steigt dadurch der Einsatz minimal bei Gewinnen – und er sinkt bei Verlusten. Damit wird ein Bankrott mathematisch ausgeschlossen.

Häufig gestellte Fragen:

Wie funktioniert eine Verlustprogression bei Sportwetten?

Unter einer Verlustprogression verstehen wir eine Erhöhung des Wetteinsatzes, wenn zuvor eine Wette verloren wurde. Das Gegenteil der Verlustprogression ist die Gewinnprogression, bei der nach einer erfolgreichen Sportwette der Einsatz erhöht wird.

Warum ist das Martingale-System für viele Spieler so verlockend?

Das Martingale-System ist das bekannteste Einsatzsystem im Bereich der Verlustprogression. Durch das ständige Verdoppeln der Einsätze kann in der Theorie ein vermeintlich sicherer Gewinn erzielt werden. Die Spieler denken, nur durch das Anpassen des Einsatzes automatisch gewinnen zu können.

Weshalb führt das Martingale-System über kurz oder lang zum Totalverlust?

Obwohl das Martingale-System in der Theorie sehr verlockend aussieht, sehen wir bei genauerer Betrachtung, dass es langfristig betrachtet zum Totalverlust führen wird. Die ständige Verdoppelung führt nämlich zu einem enormen Anstieg des Einsatzes. Schon nach rund zehn gescheiterten Wetten scheint der Einsatz – mathematisch nachweisbar – nicht mehr bezahlbar zu sein.

Fazit: Das Anwenden einer Verlustprogression ist bei Sportwetten nicht zu empfehlen. Wir raten von einer Anwendung dringend ab

Mit den richtigen Worten kann interessierten Spielern wohl jedes noch so fremde System schmackhaft gemacht werden. Leider gelingt dies bei der Idee einer Verlustprogression bzw dem Martingale-Ansatzes besonders leicht. Nach allen mathematischen Grundprinzipien ist davon jedoch dringend abzuraten. Das Martingale-System beweist anschaulich, warum die Idee einer Verlustprogression bei Sportwetten keine gute ist. Selbst wenn diese Idee leicht abgewandelt wird, bleibt eine Verlustprogression gefährlich.

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