Wettratgeber

Die Wettquoten bei Sportwetten

Wettquoten – Bedeutung für Sportwetten  

Wie kommen eigentliche Wettquoten zustande? Gerade Anfänger, die bisher noch keine Erfahrung mit Buchmachern haben, sind über die Quoten verwundert. Dabei ist – zumindest auf dem Papier – alles recht einfach. Wettquoten sind Ausdruck der Gewinnwahrscheinlichkeit. Anhand der Quote kann sich jeder ausrechnen, wie viel er pro Euro Einsatz auf seinem Tippschein erhält.

Ganz so leicht ist es in der Praxis mit den Wettquoten dann doch nicht. Was Sportwetter als Zahl wahrnehmen, ist am Ende das Ergebnis eines komplexen Rechenwegs. Wie wichtig sind die Wettquoten? 

Wettquoten im Überblick 

  • Quoten spiegeln Eintrittswahrscheinlichkeit wider 
  • Gewinnberechnung über Wettquoten 
  • Wettsteuer beeinflusst Wettquote 
  • Wettquoten variieren zwischen Buchmachern 
  • Unterschiede bei den Wettmärkten 
  • Quote beeinflusst Bonusprogramme 

Wahrscheinlichkeit als Zahl

Die Quoten sind ein zentrales Element, wenn es um das Thema Sportwetten geht. Prinzipiell geht es hier um mehrere Aspekte. 

  • Wettquoten sagen Sieg voraus: Quoten der Buchmacher sind der Gradmesser dafür, wie ein Event ausgehen wird. Oder anders ausgedrückt spiegelt die Quote wider, welchen Ausgang der Buchmacher für wahrscheinlich hält. Favoriten sind hier klar im Vorteil. Die Wettquoten müssen aber nicht zutreffen – auch Favoriten können verlieren. Selbst eine Mannschaft wie der FC Bayern München oder Real Madrid haben schon gegen sehr viel schwächere Mannschaften verloren. 
  • Mit der Quote den Gewinn ausrechnen: Ein zweiter Punkt ist die Quote als Gewinnfaktor. Beispielsweise bedeutet eine Quote von 2.0 eine Verdopplung. Bei einer Quote von 1.5 werden aus 100 Euro für den Tippschein immerhin noch 150 Euro. 

Wie entstehen Wettquoten bei Wettanbietern? 

Immer wieder taucht die Frage auf, wie Sportwettenanbieter zu ihren Quoten kommen. Prinzipiell wird die Wettquote auf zwei Wegen ermittelt. Auf der einen Seite kaufen die Buchmacher ihre Quoten bei darauf spezialisierten Unternehmen ein. Andererseits berechnen diverse Anbieter ihre Quote selbst. 

Hierfür werden verschiedene Datensätze wie: 

  • Formkurven 
  • Ergebnisse der Vergangenheit 
  • Mannschaftsinfos 

und viele weitere Statistiken ausgewertet.

Was bedeuten Wettquoten?

Das Ergebnis sind Wahrscheinlichkeiten für den Eintritt bestimmter Ergebnisse. Beispiel Fußball: Hierbei handelt es sich um klassische 3-Weg-Wetten. Auf dem Platz stehen entweder ein klarer Favorit gegen den Underdog oder zwei Mannschaften ähnlicher Stärke – und spielen um Sieg/Niederlage oder Unentschieden. 

Angenommen, Fall 1 tritt ein. Die Wahrscheinlichkeiten sehen dann folgendermaßen aus: 

  • Sieg Mannschaft A – 70 Prozent (Erwartungswert e) 
  • Unentschieden – 20 Prozent 
  • Sieg Mannschaft B – 10 Prozent. 

Berechnet wird zuerst die faire Quote nach der Formel 100/e. Damit würde eine faire Quote von 1.43 für den Sieg Mannschaft A entstehen. Ein Unentschieden kommt immer noch auf eine Wettquote von 5. Der Underdog als Sieger bringt eine Quote von 10. 

Von der fairen Quote zur Wettquote 

Damit steht die Quote und kann ins Sportwettenportal eingepflegt werden. Seitens der Buchmacher ist die Berechnung der Wettquoten aber noch nicht abgeschlossen. Hintergrund: Faire Quoten funktionieren nach dem Prinzip, dass Gewinner mit richtigen Tipps Gelder kassieren, welche Verlierer (aufs falsche Ergebnis gesetzt) bezahlen. Das lange Gesicht macht am Ende der Sportwettenanbieter. Letzterer geht bei dieser Rechnung nämlich leer aus und verdient keinen Cent. Alle Einsätze werden bei fairen Quoten theoretisch unter den Sportwettern aufgeteilt. 

Aufgrund dieser Tatsache wird die reelle Wettquote berechnet – indem der Buchmacher einen „Abschlag“ einpreist. Nehmen wir das Beispiel Sieg Mannschaft A. Der Sportwettenanbieter will 7 Prozent an den Wetten verdienen. Um auf die reelle Quote zu kommen, wird die faire Quote mit einem Faktor kleiner 1 multipliziert. 

Wie berechnet man Wettquoten?

Fürs Beispiel würde das Ganze folgendermaßen aussehen: 1.43 x 0.93 = 1.33. Genau diese Wettquote bekommst Du am Ende am Bildschirm im Sportwettenportal zu sehen. Das Unentschieden wird mit 4.65 quotiert und für den Sieg Mannschaft B gibt es 9.3 als Wettquote. 

Immer auf Hochkaräter setzen? 

Spiele der Primera Division oder 1. Bundesliga sind – gerade wenn Teams wie Barca oder Bayern auf dem Platz stehen, echte Hochkaräter. Viele Sportwetter setzen auf solche Ereignisse oder nutzen Groß-Events wie EM und WM, um zum ersten Mal zu wetten. Wirkt sich das Ganze auch auf die Wettquoten aus? Ja, das Verhalten der Sportwetter wird seitens der Buchmacher in ihre Wettquoten mit eingepreist. Es kann zum Beispiel passieren, dass die Quoten nach unten angepasst werden – wenn viel auf den Ausgang gesetzt wird. Genauso zeigt die Erfahrung, dass bei einigen Anbietern die Nischenwettmärkte nicht ganz so genau quotiert sind. Hierdurch können sich Vorteile aus Deiner Sicht als Sportwetter ergeben. 

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Häufig gestellte Fragen zur Wettquote: 

Sind Wettquoten veränderlich? 

Jein, es kommt auf den Wett-Typ an. Grundsätzlich ist zwischen Fixed Odds und Live Wetten zu unterscheiden. Letztere basieren darauf, dass die Quote mit Beginn des Ereignisses nicht eingefroren wird. Vielmehr bleibt die Wettquote variabel und verändert sich mit dem Spielverlauf immer wieder. 

Wirkt sich die Wettsteuer auf Wettquoten aus? 

Auf die eigentliche Quote hat die Wettsteuer erst einmal keinen Einfluss. Zumindest nicht im Hinblick auf die Anzeige der Wettquote beim Buchmacher. Allerdings reduziert die Steuer natürlich den möglichen Gewinn, welcher sich mit einem Tippschein erzielen lässt. Werden 50 Euro gesetzt und 100 Euro nach Auswertung der Wette als Bruttogewinn abgerechnet (Bruttogewinn = Einsatz plus Nettogewinn von 50 Euro; Quote 2.0), zieht der Buchmacher die 5 Euro Steuer ein. Damit entspricht der Gewinn nur noch einer Wettquote von 1.9. 

Gibt es unterschiedliche Quotenarten? 

Ja – es ist tatsächlich so, dass Sportwetter heute mit teils verschiedenen Schreibweisen konfrontiert werden. Viele Wettfans sind die Dezimalschreibweise nach dem Muster 1.0 gewohnt. Parallel dazu gibt es aber noch eine amerikanische Quote und die Bruchvariante (englische Quote). 

Sind die Quoten bei allen Buchmachern identisch? 

Nein, es gibt teilweise sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern von Sportwetten. Differenzen können nur ein oder zwei Nachkommazähler ausmachen – oder eine größere Spannweite. In jedem Fall ist anzuraten, sich die Quoten in einem Vergleich sehr genau anzusehen. 

Was passiert, wenn mehrere Tipps kombiniert werden? 

Als Sportwetter kannst Du Einzel-Tippscheine abgeben – oder Wetten miteinander kombinieren. Im Fall einer Kombiwette addieren sich die Quoten allerdings nicht. Wettquoten werden in diesem Fall multipliziert. Beispiel: 1.56 x 2.54 x 1.76 = 6.97. Mit einer solchen Quote werden aus 10 Euro Einsatz mal eben knapp 70 Euro. Allerdings haben Kombiwetten auch ihre Tücken. 

Fazit: Wettquoten immer im Auge behalten 

Die Wettquote ist für Dich zentraler Dreh- und Angelpunkt, wenn es um Sportwetten geht. Nutze das Wissen um die Berechnung der Wetten und wie sich Tipps kombinieren lassen, um beim Buchmacher den einen oder anderen Euro mehr herauszuholen. Behalte aber zwei Punkte immer im Hinterkopf. Ersten: Auch ein Favorit kann mal verlieren – es gibt keine Sportwetten mit 100 Prozent Gewinnchance. Sei Dir immer bewusst, dass sich die Wettquoten zwischen den Buchmachern unterscheiden. Vergleiche also die Quoten, um die für Dich besten Gelegenheiten bei den Sportwettenanbietern zu finden. 

 

Ratgeber: Für Einsteiger